Geschichte

Das Mittelalter

Das Mittelalter dauerte von 375 bis etwa 1500 n. Chr. Es begann mit dem Einsetzen der Völkerwanderung. Die Hunnen, ein Volk aus dem Osten, begannen nach Mitteleuropa vorzudringen.

Das Mittelalter gliedert sich in drei Teile: frühes, hohes und spätes Mittelalter. Das Rittertum blühte vor allem am Ubergang zwischen frühem und hohem Mittelalter. Das war zwischen 800 und 1200 n.Chr. Danach folgte mit dem Reichtum freier Bürger die Blüte der Städte.

Das Mittelalter endete - je nach Ansicht - mit - der Erfindung des Buchdrucks (ca. 1450) durch Johannes Gutenberg, - der «Entdeckung» Amerikas (1492) durch Christoph Kolumbus oder der Reformation (1525), ausgelöst durch Martin Luther. In diese bewegte Zeit fallen viele wichtige Ereignisse: - die zweite Christianisierung Europas, vor allem durch irische Wandermönche (z.B. Kloster St.Gallen), - die Herrscherzeit Kaiser Karls des Grossen (742 bis 814; 768 Krönung in Aachen, 800 Kaiserkrönung in Rom), - die Kreuzzüge: Ein über Jahrhunderte andauernder Krieg der europäischen Christen gegen die Moslems, welche die heilige Stadt Jerusalem erobert hatten, - die Eroberung Englands durch die Normannen, - die Teilung des Frankenreiches in ein westliches und ein östliches Reich, - die Wikinger stossen bis nach «Vine-land», das heutige Neufundland vor und sind damit die ersten Europäer auf dem amerikanischen Kontinent, - das Schisma: in Avignon wird ein Gegenpapst gegen den römischen Papst eingesetzt, - die Waldstätte Un, Schwyz und Unterwalden schliessen 1291 einen «Ewigen Bund», - die Eidgenossen schlagen 1386 in der Schlacht bei Sempach die Habsburger und ihre Verbündeten, - die Mongolen erobern unter Dschingis Khan das chinesische Reich, - der Islam breitet sich nach Indien aus, - Marco Polo entdeckt den Landweg nach China, - in Mittelamerika entsteht das Aztekenreich, in den Kordilleren das Staatsgefüge der Inka, - in Afrika herrschen mächtige lokale Stammeskönige. Es entwickelt sich eine Hochblüte der afrikanischen Kultur und Kunst....

Der Begriff Mittelalter bezeichnet in der europäischen Geschichte die Epoche zwischen Antike und Neuzeit, von etwa 500 bis 1500. In ihr wurde die politische und kulturelle Dominanz des griechisch-römisch geprägten Mittelmeerraums abgelöst durch eine neue, fast ganz Europa umfassende Welt christlicher Feudalstaaten romanischer, germanischer, slawischer und keltischer Völkerschaften. Grundzüge des europäischen Mittelalters waren eine nach Ständen geordnete Gesellschaft, eine gläubig christliche Geisteshaltung in Literatur, Kunst und Wissenschaft und Latein als gemeinsame Kultur- und Bildungssprache. Daneben waren die Idee der Einheit der christlichen Kirche (die aber faktisch nach dem großen Schisma mit der Ostkirche nicht mehr bestand) sowie ein recht einheitliches Weltbild kennzeichnend für diese Epoche. Die vorherrschende Gesellschafts- und Wirtschaftsform des Mittelalters war der Feudalismus

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