Tipi im Winter

 DER ERSTE SCHNEE IST GEFALLEN

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«Wenn es nachts schneit, merken wir am Morgen noch, bevor wir die Augen öffnen, dass sich etwas geändert hat. Auch das Knacken der Zweige klingt weich, wie in der Ferne. Das Licht, das von Aussen eindringt, ist zerstreut. Wir schauen aus der Tür und entdecken, dass die ganze Welt in eine herrliche weisse Decke eingehüllt ist.»

Quelle R. und G. Laubin


Möglicherweise werden Sie beim Lesen dieser Zeilen in der Vorstellung von Kälte und Entbehrungen erschauern. Aber nur keine Angst! Im Tipi ist es auch bei Temperaturen weit unter dem Nullpunkt immer noch warm und behaglich. Natürlich ist das Zelten im Winter anspruchsvoller als im Sommer. Wir brauchen dabei viel Holz zum Heizen, weil das Feuer in der Regel den ganzen Tag über unterhalten werden muss. Die wohlige und angenehme Wärme ist der Lohn.

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AUFBAU

Tipi_Tip_Winter_Zeltwelt.ch1Für den Aufbau wird der Schnee zuerst bis auf den festen Boden beseitigt, damit die Heringe in den Boden verankert werden können. Wenn der Schnee kurz vor dem Aufbau entfernt wurde, sollte der Boden noch nicht gefroren sein. Falls er es doch ist, wird mit einer erhitzten Eisenstange vorgeschlagen, um die Heringe anschliessend für die Verankerung zu versenken. Ansonsten bleibt beim Aufbau alles gleich.


PFLEGE

Wenn Sie einen harten Winter mit Schnee ohne Schaden überstehen wollen, braucht das Tipi regelmässige Pflege. Damit sich kein Schnee festsetzt, sollte die Aussenhülle bei starken Schneefällen regelmässig von innen sorgfältig abgeklopft werden. Wenn dies vernachlässigt wird und der liegen gebliebene Schnee am Tag schmilzt und in der Nacht gefriert, wird er schwer und die Tipihülle könnte unter der Belastung reissen.

Regelmässige Winterkontrolle

  • Ist das Ankerseil gespannt?
  • Sitzt der Ankerhering fest im Boden?
  • Haben sich keine Heringe gelöst?
  • Ist die Zugluft sichergestellt?
  • Stehen die Rauchklappen am richtigen Ort?

Falls Ihnen die Pflege im Winter zu mühsam ist oder Sie das Tipi gar nicht benutzen, können Sie auch das trockene Tuch mit dem Liftpool runter nehmen und die Stangen über den Winter einfach stehen lassen. Ohne Tuch tragen die Stangen praktisch kein Gewicht und auch die Kälte macht dem Holz nichts aus. Im Frühling wird das Tuch wie gewohnt hochgehoben und wieder montiert.


FEUER

Wer im Winter ein offenes Feuer im Tipi wünscht, sollte der Frischluftzufuhr genügend Aufmerksamkeit schenken! Die Öffnungen am Zeltrand müssen dafür dringend freigeschaufelt werden. Wenn die Zuluft fehlt, kann das Feuer nicht mehr atmen und starke Rauchbildung ist die Folge. Mit diesem Schnee können Sie z.B. eine Schutzmauer um das Tipi bauen, damit es den kalten Wind abfängt.

siehe auch Feuer im Tipi


Ein Kunde von uns hat uns diese geniale Idee, um im Winter die Zuluft für das Feuer trotz Schneemassen zu bewahren. Er hat eine Röhre vergraben, die er mit einem kleinen Schacht verbunden hat. Dieser wurde nachträglich mit Steinplatten locker abgedeckt und somit wird das Feuer wie bei einem Cheminée von unten her direkt belüftet.


LEBEN IM TIPI

Wer schon einmal auf Schnee gezeltet hat, weiss wie anstrengend die Kälte und Nässe sein kann. An den Wänden bildet sich Reif, der viel Feuchtigkeit ins Zelt bring. Im Tipi ist durch die Möglichkeit eines Feuers, die Atmosphäre immer angenehm und trocken.

Der Durchmesser von einem Winter Tipi sollte aber nicht weniger als 5m besitzen, damit das Zeltinnere auch bei schlechtem Wetter ganz rauchfrei bleibt. Der Boden wird mit einer dicken Schicht Holzschnitzel (ohne Rinde) oder einem Holzboden ausgelegt. Unter dem Schlafplatz ist die Isolation im Winter besonders wichtig. Die Holzschnitzel isolieren ausreichend aber bei einem Holzboden, sollte die Schlafstelle zusätzlich mit etwas Reisig isoliert werden.

FÜR EINE BERATUNG

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